Bilder und Berichte 2015

25.10.2015 :

Konzert „Singen in der Loge“

Regelrecht freudetrunken – man darf Schillers „feuertrunken“ in der Ode an die Freude auch so paraphrasieren – besiegelten wir am Sonntag, 25. Oktober, im Renaissancekleinod Nürnbergs, im historischen Hirsvogelsaal, einen Abend voller Güte, voller Anregungen, voller logenhafter Sinnlichkeit. Kultur pur. Unserem Landsmann Josef Balazs gelang mit seinem Konzept „singen in der loge – Eine Reise durch die Liederbücher der Freimaurer des 18. Jahrhunderts“ zusammen mit seinen beiden erstklassigen Interpretinnen Dagmar Loris (Klavier, Cembalo, Gesang) und Václava Tichá (Sopran) förmlich der große Wurf: Neue Erkenntnisse, hoher Wort- und Musikgenuss, umfassendes Vergnügen. Neudeutsch gesagt: Ein pures emotionales Highlight. Die Freimaurerei tritt ein für die Überwindung von nationalen und konfessionellen Gegensätzen im brüderlichen Geist, für Duldsamkeit, gegenseitige Hilfeleistung und liberale politische Institutionen. Dieser Bund freier Menschen lebt von der Überzeugung, dass die ständige Arbeit an sich selbst zu einem menschlicheren Verhalten führt. Die fünf Grundideale der Freimaurerei sind Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität. Sie sollen durch die praktische Einübung im Alltag gelebt werden. Weiterlesen
21.05.2015 :

Live-Hörspiel „Der Zauber des Sprechens“

„Was der Weberaufstand ist, weiß man ja!“ – wenn man sich die Reaktion einiger der zahlreich anwesenden Schüler der Q11 des Neuen Gymnasiums Nürnberg und des Maria-Ward-Gymnasiums anschaut, bekommt man Zweifel an dieser Aussage einer älteren Zuhörerin. Wer das Thema im Unterricht nicht wenigstens kurz behandelt hatte, wird an diesem 21. Mai 2015 Schwierigkeiten gehabt haben, dem Inhalt zu folgen. Der neuartige Höreindruck lohnte jedoch den Besuch. Weiterlesen
20.05.2015 - 18.06.2015:

Ausstellung von Michael Lassel „Analoge Welten“

Die Tiny Griffon Gallery in Nürnberg (Hirschelgasse 1) zeigt vom 20. Mai bis 18. Juni 2015 die Ausstellung „Michael Lassel - Analoge Welten". Die Vernissage fand am 20. Mai um 18.30 Uhr statt. Die Kuratorin der Ausstellung Dr. Cristina Simion eröffnete die Ausstellung und begrüßte die zahlreichen Gäste. Persönlich wurde Michael Lassel begrüßt, der zusammen mit seiner Frau bei der Vernissage anwesend war. Weiterlesen
26.03.2015 :

Lesung mit Franz Heinz im Nürnberger Zeitungscafé „Hermann Kesten“

Am 26. März 2015 war der 1929 im Banater Perjamosch geborene prominente Erzähler Franz Heinz Gast der vom Bildungscampus Nürnberg und dem örtlichen Kulturbeirat zugewanderter Deutscher im Zeitungscafé „Hermann Kesten“ organisierten Lesereihe. Schwerpunkt der Lesung vor zwar nicht sehr zahlreichen, doch interessierten Hörern, war sein 2014 erschienener Roman Kriegerdenkmal. 1914 – Hundert Jahre später. Weiterlesen
26.02.2015 :

„Die Hoffnung ist ein Hefeteig“ Lesung mit Eleonora Hummel

Man schreibe darüber, was einen bewegt, empört oder entsetzt, sagte Eleonora Hummel zur Frage über die Themenauswahl ihrer Bücher. Auf Einladung des Nürnberger Kulturbeirats zugewanderter Deutscher las die Dresdener Schriftstellerin am 26. Februar 2015 im Zeitungs-Cafe Hermann Kesten in Nürnberg aus ihren Büchern. Die Lesung mit der russlanddeutschen Autorin, die zweite in der Lesereihe 2015, wurde in Kooperation mit dem Bildungscampus Nürnberg veranstaltet. Susanne Schneehorst von der Stadtbibliothek Nürnberg begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste aus der Stadt und Umgebung. Die Redakteurin Nina Paulsen (Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.) präsentierte die Autorin und ihr Werk in einer kurzen Vorstellung. Weiterlesen
29.01.2015 :

Lesung mit Richard Adleff im Nürnberger Zeitungscafé „Hermann Kesten“

„Unser Leben ging vorläufig weiter.“ – „Ist das wirkliches Gold oder nur reines Bewusstsein?“ - „Die Freiheit ist eine Erwartung.“ Diese und ähnliche Aussagen waren am 29. Januar im Zeitungscafé „Hermann Kesten“ in der Nürnberger Stadtbibliothek von Richard Adleff zu hören. Der siebenbürgisch-sächsische Autor las auf Einladung des „Kulturbeirats zugewanderter Deutscher“ vor Literaturliebhabern. Menschen (oft Männer – etwa Herr Flöte, Herr Tee, Herr Brunner, Herr Berg), Brücken, Maschinen kommen zu Wort. Vom Satzbau her völlig verständlich, inhaltlich immer wieder überraschend aneinander gefügt, bekommen Worte, Begriffe, logische Verbindungen bei Adleff ein eigenes, ein eigentümliches Leben. Dieter Roth, ein Dichterkollege Adleffs stellt treffend fest, „der Vorgang, das Ereignis“ sei bei Adleff nicht „Gegenstand des Textes, sondern der Text selbst war Vorgang und Ereignis“ bzw. „Sprache wurde plötzlich körperlich greifbar.“ Weiterlesen