Bilder und Berichte

29.01.2015 :

Lesung mit Richard Adleff im Nürnberger Zeitungscafé „Hermann Kesten“

„Unser Leben ging vorläufig weiter.“ – „Ist das wirkliches Gold oder nur reines Bewusstsein?“ - „Die Freiheit ist eine Erwartung.“ Diese und ähnliche Aussagen waren am 29. Januar im Zeitungscafé „Hermann Kesten“ in der Nürnberger Stadtbibliothek von Richard Adleff zu hören. Der siebenbürgisch-sächsische Autor las auf Einladung des „Kulturbeirats zugewanderter Deutscher“ vor Literaturliebhabern. Menschen (oft Männer – etwa Herr Flöte, Herr Tee, Herr Brunner, Herr Berg), Brücken, Maschinen kommen zu Wort. Vom Satzbau her völlig verständlich, inhaltlich immer wieder überraschend aneinander gefügt, bekommen Worte, Begriffe, logische Verbindungen bei Adleff ein eigenes, ein eigentümliches Leben. Dieter Roth, ein Dichterkollege Adleffs stellt treffend fest, „der Vorgang, das Ereignis“ sei bei Adleff nicht „Gegenstand des Textes, sondern der Text selbst war Vorgang und Ereignis“ bzw. „Sprache wurde plötzlich körperlich greifbar.“ Weiterlesen
12.04.2014 - 13.04.2014:

Siebenbürgisch-Sächsisches DRAMA-MUSIKA-AKTUELL

Die siebenbürgisch-sächsische Jugendtanzgruppe Nürnberg unter der Leitung von Stephanie Kepp plante, im Rahmen des Kulturaustausches der Siebenbürgisch-Sächsischen Föderation in den USA und Kanada im Juni 2014 zwei Theaterstücke aus dem siebenbürgisch-sächsischen Kulturgut in Mundart und Englisch aufzuführen. Doris Hutter hatte die Anekdote Se së froindert? und das alte Lied Medche, wält’en Kanter niën? dramatisiert und in beiden Sprachen verfasst. Weiterlesen
12.04.2014 :

Mandolinen- und Gitarrenkonzert

Die musikalische Reise mit dem Mandolinen- und Gitarrenorchester begann in Italien, dem Ursprungsland der neapolitanischen klassischen Mandoline: Ein Zupfinstrument, das seit dem 17. Jahrhundert bekannt ist. Die spezielle Tremolo-Klangart der Mandoline hat die Menschen schon immer begeistert, die Faszination bleibt bis heute ungebrochen. Nicht anders ging es auch den Gästen im Katharinensaal – aus allen Altersgruppen und unterschiedlichen Kulturkreisen, die nach jedem Musikstück mit begeistertem Applaus reagierten. Und so entführte das Orchester das Publikum mit der „Amoretten-Ouvertüre“, der Puccini-Arie „O mio babbino caro - oh mein liebes Väterchen“ sowie den stimmungsvollen Stücken „La festa splendora“, „Funiculi-Funicula“, „Santa Lucia“, „O sole mio“ und einem italienischen Potpurri aus bekannten deutschen Schlagern in das sonnige Land. Weiterlesen
14.03.2014 :

Lebensgeschichten aus Ostpreußen und Russland Lesung mit Ulla Lachauer

Den vorläufigen Abschluss der kleinen Reihe über deutsche Autoren aus dem Osten, die der Nürnberger Kulturbeirat zugewanderter Deutscher mit der Stadtbibliothek Nürnberg seit September 2013 veranstaltet hat, bildete am 14.3.2014 ausgerechnet die Lesung einer Westfälin. Geht das? Absolut! Denn es stellt eine große Bereicherung dar, einmal den Blick von außen zu erleben. Weiterlesen
21.02.2014 :

Lesung mit Artur Rosenstern und Martina Leon in Nürnberg

„der weg den ich nicht ging / liegt / im pechschwarzen nebel / in einer anderen zeit / im fernen land / hinter den wolken / ich schaue in / den spiegel / erkenne mich / nicht wieder / falsches gesicht / fremde stimme / erbärmliche laute / einer seltsamen sprache / ich bin unecht / ein doppelgänger / von wem?“ – umschreibt der Autor Artur Rosenstern das Gefühl des Fremdseins in einem kulturell fremden Land, wie es auch viele russlanddeutsche Zuwanderer in Deutschland empfinden. Um die Erfahrung des Fremdseins und der Integration, um Vorurteile und Toleranz ging es auch bei der Lesung am 21. Februar im Zeitungs-Cafe Hermann Kesten der Stadtbibliothek Nürnberg. Zwar folgten nicht so viele Bücherfreunde und Literaturinteressierte der Einladung des Nürnberger Kulturbeirats zugewanderter Deutscher zu diesem durchaus aufschlussreichen literarisch-musikalischen Abend, der in Kooperation mit dem Bildungscampus Nürnberg durchgeführt wurde, aber sie alle konnten sehr wohl auf ihre Kosten kommen. Susanne Schneehorst von der Stadtbibliothek Nürnberg moderierte die Veranstaltung. Weiterlesen
24.01.2014 :

Die Deportation der Rumäniendeutschen im Spiegel der schönen Literatur

Was der Nürnberger Kulturbeirat zugewanderter Deutscher in Zusammenarbeit mit dem Bildungscampus der Stadtbibliothek Nürnberg am 24.1.2014 im Zeitungs-Café Hermann Kesten veranstaltet hat, war äußerst sehenswert oder besser hörenswert: Anhand der Texte von elf Autoren aus Siebenbürgen und dem Banat zeigte Michael Markel, wie vielfältig das Kollektivtrauma der Deportation literarisch verarbeitet wurde. Das Urteil hier: lesenswert! Weiterlesen
10.11.2013 :

Dialektveranstaltung „Reden und Singen wie der Schnabel gewachsen!“

Da müsste es doch mit dem Deiwel zugehen, wenn es beim Siebenbürgisch-Sächsischen und Fränkischen keine Gemeinsamkeiten gibt. Und tatsächlich: Ohne irgendwelche Zusammenhänge konstruieren zu müssen, hat ein kurzweiliger Abend mit vier geistreichen Dialektkennern im wunderschönen Hirsvogelsaal in Nürnberg am 10. November den Beweis erbracht, dass sich die beiden Mundarten näher sind, als die Entfernung zwischen Siebenbürger und Franken aufs Erste vermuten lässt. Weiterlesen
25.10.2013 :

Lesung aus den Werken von Franz Hodjak

Die für den 25.10.2013 vom Bildungscampus Nürnberg und dem Kulturbeirat zugewanderter Deutscher im Zeitungs-Café „Hermann Kesten“ der Stadtbibliothek Nürnberg angesetzte Lesung Franz Hodjaks konnte wegen Erkrankung des Autors nicht wie geplant stattfinden. Da eine Absage des über die Presse angekündigten Termins die Interessenten vermutlich nicht hätte erreichen können, entschlossen sich die Veranstalter, statt der Autorenlesung einen Hodjak-Abend durchzuführen. Weiterlesen
05.10.2013 :

Konzert „Alfred Schnittke“

Klänge wie diese füllen das Heilig-Geist-Haus ganz sicher nicht so oft. Während des Alfred-Schnittke-Konzerts am 5. Oktober 2013 durften die Gäste in ungewohnte Klangwelten eintauchen, in denen Zerrissenheit und Heimatsuche, naive Idylle und brutales Chaos, enorme Geisteskraft und Zerbrechlichkeit, rastlose Erkenntnissuche und Verzweiflung, Klangsinnlichkeit und groteske Melancholie, Demut und Unruhe, Trauer und Bedrohung, Schrecken und Todesnähe eine große Rolle spielen. „Tiefer, durchbohrender, ausdrucksvoller in der Beschreibung des Doppellebens, des Doppelbewusstseins“ kann man nicht sein, beschrieb der Geiger Gidon Kremer Schnittkes Musik. Weiterlesen